Aus etwas Doofem lässt sich durchaus manchmal auch etwas ganz Doofes machen. Und wenn etwas ganz schön ist, passiert es auch manchmal, dass daraus etwas ganz Doofes wird. Finn hat aus etwas Doofem etwas ganz Schönes gemacht. Das geht nämlich auch.
Auf die Idee kam Finn, als er mal wieder total genervt war.
Angefangen hat alles mit dem Mittwoch. Denn mittwochs geht Finn immer mit den Nachbarskindern zu Bauer Bredi. Auch Bauer Bredi freut sich auf den Mittwoch. Denn mittwochs helfen ihm Finn, Tula, Miro und Jago auf seinem Bauernhof. Kühe melken, Hühnerstall sauber machen, mit auf das Feld, wenn geerntet wird und natürlich, wie kann es anders sein, Lula streicheln. Das ist Bauer Bredis Hündin.
Und wenn dann noch genug Zeit bleibt, Versteckspielen. Das macht auf so einem großen Hof besonders Spaß.
An einem Mittwoch also, beim Versteckspielen, hatte sich Finn eine ganz besonders gute Versteckidee überlegt. Die Idee war so gut, dass er rückwärts, mit den Füßen zuerst, in die Schubkarre mit Kuhmist fiel. Tula, Miro und Jago hatten ihre wahre Freude, Finn jedoch nicht so. Der stank bis zum Himmel und erhielt für den Rest des Tages den Spitznamen „Stinke-Finn“.
Zuhause angekommen, gab es eine Geruchsexplosion. Es war absolut nicht zu „überriechen“, als sich Finn wortlos in die Wohnung schlich.
Das Ergebnis war, dass Finns Papa darauf bestand, dass Finn zukünftig an jedem Mittwochabend, nach dem Bauernhof, in die Badewanne steigen sollte. „Ob Du in Kuhmist gefallen bist oder nicht: Wenn Du vom Bredi-Hof kommst, gehst Du baden und mach bitte kein Theater daraus!“, betonte Finns Papa. Das gefiel Finn gar nicht. Einmal hatte er versucht, den Gestank mit einer neu zusammengestellten Kreation aus drei verschiedenen Parfumflaschen seiner Mutter zu übertünchen. Dieses Geruchserlebnis war jedoch für alle Anwesenden schlimmer als der Gestank der Kuhmistkarre. Es gab also keine Alternative. Oder doch?
Fredi erinnerte sich … „Was hatte Papa gesagt? Wenn Du vom Bredi-Hof kommst, gehst Du baden und mach bitte kein Theater daraus!“
„Genau, warum eigentlich nicht ein Theater daraus machen?“.
So hat Finn aus einer für sich doofen Sache, eine für sich schöne Sache gemacht. Und nicht nur für sich selbst. Tula, Miro und Jago waren auch ganz begeistert von seiner Badewannentheater-Idee.
Alle Badespaßutensilien wurden zusammengesammelt, für genügend Schaum wurde gesorgt, und die Taucherbrille durfte auch nicht fehlen.
Vorhang auf!
Und nun erzählst Du.
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