Fredi hatte sich den Tag ganz anders vorgestellt.
Endlich Schnee, nach so langer Zeit! Er dachte nach. Wann hatte er zuletzt Schnee gesehen? Er musste noch ziemlich klein gewesen sein, denn wirklich erinnern konnte er sich nicht. Und warum schneite es eigentlich nicht jedes Jahr im Winter? Darüber sprachen seine Eltern sehr oft. Es hatte wohl etwas mit dem Wort „Klimawandel“ zu tun. Ständig hörte Fredi die Erwachsenen darüber reden. Und manchmal, wenn er zufällig dabei war, hielt er sich am liebsten die Ohren zu. Aber in der Schule hatten sie auch schon oft darüber gesprochen. „Das einzig Gute am Klimawandel ist“, sagte Fredis Lehrerin Frau Winni-Wunder, „dass wir alle etwas dazu beitragen können, die Situation zu verändern“. Auch, wenn es manchmal nur Kleinigkeiten waren, wie zum Beispiel, dass Fredi etwas weniger von seinen Lieblingswürstchen aß.
Heute jedoch hatte Fredi alle Klimaprobleme um sich herum vergessen. Er wollte mit seinen Freunden eine Schneemannkette bauen, von einem Dorf zum anderen. Jedenfalls stellten sie sich das so in ihren Gedanken vor. Tim und Louisa hatten dafür alles zusammen gesammelt und in den kleinen Bollerwagen von Louisas Schwester verstaut. Einen Eimer, eine Schneeschaufel und eine Menge Möhren und Steine für die Gesichter. Wenn Paul, ein Junge aus dem Nachbardorf, nicht auf die Idee gekommen wäre einen Wettstreit auszurufen, dann hätten sie diese Idee auch umgesetzt: „Wer baut den schönsten und größten Schneemann in ganz Schnurzeleifel?“ Das ist die Region, in der Fredi und seine Freunde wohnen.
„Na toll“, dachten sich Fredi, Tim und Louisa. „Jetzt heißt es umplanen“.
„Den größten Schneemann…“, dachte Fredi. „Na klar! Ich hab’s!“ „Wir stellen die ganzen Sachen hier unten ab und damit die Kugeln schön groß werden, starten wir oben auf dem Hang und lassen sie herunterrollen!“. Drei Freunde, drei Kugeln. Gesagt getan …
Nach dem schönsten Schneemann sieht das Bild aber nicht aus, oder? Magst Du Dir ausdenken, was wohl passiert sein mag?
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