Vielleicht kennt ihr das ja auch. Manchmal ist alles anders. Im Urlaub zum Beispiel.
Lula und ihre Eltern fahren im Urlaub ganz oft woanders hin. Dort ist dann das Wetter anders, die Landschaft ist anders, was man dort machen kann ist anders und Lula findet, dass auch ihre Eltern manchmal ganz anders sind.
Mit „ganz anders“ meint Lula, dass sich ihre Eltern im Urlaub fast nicht streiten und plötzlich ganz viel Zeit mit ihr und ihren Geschwistern verbringen. Auch liest Lulas Mama sehr viel im Urlaub. Lulas Papa dagegen schläft viel. Manchmal verschläft er sogar einen gaanzen langen Tag! Das alles findet Lula ungewöhnlich anders.
Lula fragte sich, ob es den Kindern, die dort zur Schule gehen, wo für Lula einmal im Jahr alles so anders ist, auch so geht wie ihr. Letztes Jahr hatte sie nämlich in der „Alles-ist-anders-Zeit“ Leon und Jannis kennengelernt. Beide gehen in dem Ort zur Schule, wo Lula und ihre Eltern ihren Urlaub verbracht hatten. In Nikiti, das ist in Griechenland und liegt am Meer.
„Ich verstehe Dich nicht“ sagte Leon. „Was meinst Du damit, ob bei uns jeden Tag alles anders ist?“ Dann fing Lula an zu erklären. „Ach so,“ sagte Jannis, „nein, natürlich nicht!“ und lachte. „Wenn wir dich dort besuchen würden, wo Du wohnst und zur Schule gehst, dann wäre dort für uns wahrscheinlich auch plötzlich alles ganz anders.“
Die drei saßen im Sand und schauten auf’s Meer. Alle dachten nach.
Plötzlich hatte Jannis einen Einfall: „Manchmal passiert es aber auch, dass einfach nur so etwas anders ist, ohne dass man tatsächlich ganz woanders ist! Zum Beispiel wurde vorne am Strand, wo vorher unser Kletterbaum stand, ein ganz neues Hotel gebaut!“ „Ja genau,“ rief Leon. „Das ist jetzt anders und total doof anders!“
Dann hatte Leon auch noch einen Einfall. Neulich am Hafen stand er dicht bei den Tauchern und hatte nebenbei ein Gespräch mitbekommen. „Das ist heutzutage wirklich ganz anders!“ rief einer der Taucher einem Fischer zu, der am Kai stand. Und dann hat Leon so etwas verstanden wie: „Im Meer schwimmt viel zu viel von Menschen gemachter Müll herum. Kein Wunder, dass es weniger Fische gibt. Dafür gibt es jetzt viel mehr Plastik im Meer! Die Menschen sollten achtsamer sein und besser mit der Natur umgehen!“ Und während Leon erzählte, nickte Lula mit dem Kopf: „Das stimmt tatsächlich!“ sagte sie. „Das ist anders! Als wir vor zwei Jahren hier gewesen sind, gab es noch viel mehr Fische!“
Die drei schmiedeten einen Plan. „Das sollte anders werden!“ rief Lula. „Ein Meer ohne Müll, wer ist dafür?“ Natürlich waren alle drei dafür. Sie beschlossen, sich um die Natur zu kümmern.
Eine lange Vorbereitungszeit brauchten die Freunde für ihre gute Tat nicht. Taucherbrille und Kacher waren schnell geschnappt und ab ins Meer. „Was für ein schöner Tag“, dachte Lula. Unterwasser war eine Menge los …
Nun schaut aber selbst und erzählt von dem, was die drei dort unten alles entdeckten und erlebten.
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